Um des geht´s

Das Jodical DIE ALPENKÖNIGINNEN reißt seit seiner Premiere 2009 Nieder- und Oberbayern genauso vom Hocker, wie das Münchner Publikum im Deutschen Theater, das die Alpenköniginnen mehrmals füllten. Als Pfundigen Schmarrn lobte die Passauer Neue Presse das durchgeknallte Singspiel und prophezeite schon zur Premiere eine große Karriere.

Die beiden bayerischen Vollblutmusikerinnen Katharina Schwägerl und Caro Hetenyi haben nicht nur eine Lizenz zum Jodeln. Beide sind obendrein ausgebildete Schauspierlinnen und Sängerinnen und Absolventinnen des Bairischen Volksschauspiels unter der Leitung von Michael Lerchenberg. Durch ihre Schauspiel- und Musicalerfahrung strotzt das Jodical nur so vor Energie und Lebensfreude. So bretzeln die beiden eine fulminante Mischung aus Jodelshow und Musical, gepaart mit einer deftigen Portion Comedy auf die Bühne.

Das Jodical DIE ALPENKÖNIGINNEN ist eine liebenswerte Persiflage auf die bonbonfarbenen und bumsfidelen Heimatfilme der 70iger Jahre. Kaum ein bayerisches Klischee, das während des zweistündigen Jodelspektakels keine Überhöhung erfährt. Das Highlight sind zweifelsohne die groovigen und irrwitzigen Musikeinlagen, die das Genre des hochdeutschen Jodelschlagers gnadenlos durch die Odelgrube ziehen und dafür sorgen, dass sich die Alpenköniginnen mittels halluzinatorischer Sinnesbetäubung nicht in Maria und Margot Hellwig verwandeln. Zusammen mit einem vierköpfigen Live-Ensemble sorgen sie für eine musikalische Druckbetankung, die garantiert „jeden bei den Ohrwaschln“ packt und vom Hocker reißt. Musikantenstadl auf Extasy.

Zum Inhalt: Hoch droben, irgendwo im Herzen der nördlichen Kalkalpen, erhebt sich ein gewaltiger Berg mit einem gewaltigen Namen: die Rumpskachel. Dies ist das Reich des mächtigen Berggeistes Edamerich. Seit jeher lebte er mit den Bewohnern am Fuße des Berges in friedlichem Einklang – bis eines Tages die sündigen Sennerinnen Rosi und Susi auftauchten, die mit ihrer Lüsternheit die Mannsbilder um sich scharten und – wie könnte es anderes sein, für großen Unfrieden sorgten.

 

Pfundiger Schmarrn, PNP 11.5.2009

„ ... so sehr das Musical mit dem Billigen und Geschmacklosen kokettiert, so hoch professionell ist es umgesetzt: Die Top-Musiker an Schlagzeug, Akkordeon, Geige, Gitarre, Tuba, Posaune, Trompete, Klarinette und Saxofon weben einen hervorragenden, dichten und treibenden Sound, der vom Musikantenstadl über Rock, Pop und Funk bis zu Kurt-Weill- Anklängen aber auch wirklich alles draufhat. ... Ebenso die Alpenköniginnen: Mit finsterer Gospel-Röhre singen sie "Nur a Bier wui i habn", heftig rotzen sie den Funk-Klassiker "Brick House" mit dem leicht abgewandelten Text "Holz vor da Hüttn" herunter, inbrünstig donnern sie auf Bob Marleys "Stir It Up" den köstlich umnebelten Reggae "Mir rauch ma Edelweiß". ... Das hier ist kein Kasperltheater, es ist packende, blitzsauber gesungene und gejodelte Musik. Und eine bemerkenswerte Energieleistung der Hauptdarstellerinnen. ... Zum Kaputtlachen komisch wird die Sache aber erst durch den hinterfotzigen, hässlich-grünen Berggeist, der sich in den "schönen Hansi" verwandelt, um den Alpenköniginnen ihr 24-Stunden-Keuschheitsgelübde unmöglich zu machen. Mit blonder Perücke und Perlweiß-Grinsen sondert Simbeck – der Stefan von Erkan und Stefan – seine Musikantenstadl-Sprüche ab: "I spür so viel Liebe", "Weil da, wo mei Heimat is, da kenn i mi halt aus." Himmelschreiend dämlich. Und endlos komisch..“
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Eigentlich ließen die beiden Schwestern zum romantischen Alpenglühen immer nur ein paar Edelweißjodler zu Tale fahren, um den heraufziehenden Abend mit seinem prächtigen Farbenspiel zu preisen. Doch spätestens nach dem dritten Echo gab es für die Männer unten im Tal kein Halten mehr. Geschmückt mit Almenrausch und würzigen Bergkräutern zog es die Burschen magisch die steile Bergwand hinauf, um mit wunderbaren Weisen und Melodien das Holz vor der Hütte der beiden Alpenköniginnen zu preisen. Die meisten kehrten von diesen Abenteuern gar nicht mehr oder nur teilweise zurück.

So kam es, dass die verzweifelten Dorfbewohner den mächtigen Berggeist um Hilfe anflehten. Damit liefen sie beim verklemmten Edamerich offene Türen ein. Denn das dauernde Gejodel und Gerödel auf der Alm der beiden Schwestern ging ihm selber schon lange auf den Geist. Und so stülpte er über ihre Hütte kurzerhand eine unsichtbare Käseglocke. Fortan waren die beiden Alpenköniginnen gefangen und die Bauern im Tal vor ihren sirenenhaften Jodlern endlich sicher.

Sieben Jahre später: Ein dramatischer Hüttenkoller hat die ausgehungerten Schwestern befallen und droht sich zu einem alpenländischen Shining auszuwachsen. Da hat der Berggeist scheinbar ein Einsehen mit den beiden desperaten Alpenwives. Er gibt ihnen eine letzte Chance: Sollten sie es schaffen, 24 Stunden allen körperlichen Versuchungen zu widerstehen, würde er sie für immer von diesem schrecklichen Fluch erlösen.

Die Freiheit vor Augen, nehmen die Alpenköniginnen diese Wette an; nicht ahnend, dass ihnen der hinterhältige Edamerich eine Falle gestellt hat. Denn plötzlich verschlägt es drei gut aussehende Bergsteiger auf ihre Alm und im Nu sind ihre frommen Vorsätze so gut wie über den Haufen geworfen…

Man kann es natürlich auch knapper formulieren: Vier fesche Brüste, drei resche Bergsteiger, zwei gamsige Schwestern und ein hinterfotziger Berggeist = DIE ALPENKÖNIGINNEN.

 

Besetzung:

Die Alpenköniginnen: Caro Hetenyi, Katharina Schwägerl

Der Berggeist/ Ripfl: Florian Günther

Der schöne Hansi: Florian Simbeck

Der Pfarrer: Christoph Stoiber

Ein vierköpfiges Musikerensemble

 

Musik: Andi Blaimer, D`Raith-Schwestern

Arrangement und Szenische Komposition: Norbert Bürger

Buch: D`Raith-Schwestern – Susi Raith und Tanja Raith, Max Witzigmann, Uli Langguth

Regie: Uli Langguth, Norbert Bürger

 

Caro Hetenyi ist staatl. geprüfte Schauspielerin und Diplom-Musicaldarstellerin. Nach einer Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und Übersetzerin studierte sie drei Jahre lang Schauspiel, Gesang und Tanz an der Abraxas Musical Akademie in München. Im Anschluss absolvierte sie ebenfalls in der bayerischen Landeshauptstadt ihre Schauspielausbildung bei Ruth Wohlschlegel, und schloss diese 2008 erfolgreich mit der Bühnenreifeprüfung ab. Im Sommer 2008 war Caro Hetenyi dann eine von 15 bairischsprachigen Nachwuchsschauspielern, die ein Stipendium für die Sommerakademie für bairisches Volksschauspiel unter der Gesamtleitung von Michael Lerchenberg erhielten. Bei Haig Hartmann in München bildet sie sich bis heute intensiv in den Bereichen klassischer Gesang, Oper und Operette fort. www.carohetenyi.de

 

Katharina Schwägerl widmete sich von frühester Kindheit an dem Tanz, der Musik und dem Theater und absolvierte nach dem Abitur ihre Schauspielausbildung in Salzburg. Schon während ihrer Ausbildung war sie in zahlreichen Rollen am Schauspielhaus Salzburg zu sehen. 2008 war Katharina Schwägerl Stipendiatin der Sommerakademie für bairisches Volksschauspiel unter der Gesamtleitung von Michael Lerchenberg. 2009 drehte sie für den BR unter der Regie von Matthias Kiefersauer eine neue außergewöhnliche Folge des Komödienstadels mit dem Titel "Glenn Miller und Sauschwanzl". Zudem ist Katharina Schwägerl seit 2010 Mitglied des Scharfrichterensembles "Kellerkinder" mit ihrem derzeitigen Programm "Moralverkehr", wie auch Mitglied des neu gegründeten Ensembles des Alten Kinos mit ihrem Valtortaklassiker "Mörd" (mit Stefan Murr, Ferdinand Schmidt-Modrow, Sebastian Winkler. Autor: Alexander Liegl, Regie: Matthias Kiefersauer). Seit mehreren Jahren ist sie auf Luisenburg mit dabei, u.a. im "Brandner Kaspar", für den das Ensemble die tz-rose erhielt. www.katharinaschwaegerl.com